Bildung

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Furusato – Wunde Heimat

Film und Gespräch

Montag, 19. März 2018,
19 Uhr – 21 Uhr
li.wu. in der FRIEDA, Friedrichstr. 23, Rostock

Sieben Jahre liegt die Atom-Katastrophe von Fukushima zurück. Wie und warum leben noch immer Menschen in einer Gegend, von der sie wissen, dass von ihr eine unsichtbare tödliche Gefahr ausgeht? Dieser Frage spürt Thorsten Trimpop in seinem preisgekrönten Dokumentarfilm nach.

Dabei verzichtet er auf schockierende Bilder des Unglücks, sondern fokussiert sich auf einige Menschen vor Ort, deren Leben von einem Moment auf den anderen die Zukunft genommen wurde. Da ist der Aktivist Bansho, die junge Pferdezüchterin Miwa oder die ältere Frau Noda. Sie alle fühlen sich verantwortlich für ihre Heimat, ihre Traditionen, ihre Mitmenschen oder Tiere. Und sie bleiben trotz bereits spürbarer gesundheitlicher Folgen. Ihre Entscheidungen treffen sie jedoch nicht immer freiwillig – nur Wenige haben bspw. Entschädigungszahlungen für ihre unbewohnbaren Häuser erhalten.

Im Anschluss an den berührenden und beunruhigenden Film wollen wir mit Kerstin Rudek, ehemalige Vorsitzende der Bürgerinitivative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, über die lokale und weltweite Anti-Atom-Bewegung sprechen. Sie war nach Fukushima selbst in Japan unterwegs und hat Kontakte in die dortige Anti-AKW-Szene. Wir wollen auch fragen, was der aktuelle Kohle-Protest aus den vielfältigen Erfahrungen lernen kann.

Moderation: Johann-Georg Jaeger, Landesvorsitzender B´90/GRÜNE M-V

in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV und dem Lichtspieltheater Wundervoll

Eintritt: 6,-/ 5,-/ 3,- EUR