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Translation in English BELOW

 

„asyl-in.de“ - Bundesweite Ausstattung von Asylunterkünfte mit internetfähiger Infrastruktur

Unter dem Dach des Ökohaus gibt es ein neues Projekt: "asyl-in.de".

Es handelt sich um eine engagierte Gruppe, die sich sich zum Ziel gesetzt hat, Asylunterkünfte in Deutschland möglichst flächendeckend mit internetfähiger Infrastruktur auszustatten.

Leider ist für viele Betreiber*innen von Asylunterkünften der Betrieb eines Internetanschlusses aufgrund von Haftungsfragen nicht möglich. Um dieses Problem zu lösen wurde ein Betreibermodell erarbeitet, bei dem die Unterkunftsbetreibenden nicht direkt haftbar sind. Für die technische Realisierung wurde standardisiertes Setup erarbeitet, so dass die Infrastruktur in allen Unterkünften möglichst gleich ist. Das erleichtert Betrieb und Problembehebung, und schafft vor allem eine Umgebung mit besonderem Schwerpunkt auf den Schutz der Privatsphäre und Sicherheit der Infrastruktur im Allgemeinen. Der Zugang zum Internet wird (falls vorhanden bzw. umsetzbar) über DSL, Kabel- oder ähnliches ermöglicht. Alternativ über einen USB Stick, mit SIM-Karte und entsprechendem Datentarif.

Kompetenzen:
Das Projekt verfolgt darüber hinaus das Ziel, Asylsuchenden Kompetenzen bei der Selbstverwaltung der IT Infrastruktur und digitalen Werkzeuge zu vermitteln. Hierfür werden interessierte Asylsuchende in den Roll-Out der Infrastruktur integriert und ihnen die Administration der digitalen Werkzeuge in kleinen Gruppen vermittelt. Dies soll kurzfristig eine Selbstverwaltung ermöglichen und mittel- bis langfristig die Arbeitschancen der Asylsuchenden durch nachgefragte Kompetenzen verbessern.

Digitale Werkzeuge:
Den Asylsuchenden wird neben dem Internetzugang die Nutzung verschiedener anderer Dienste ermöglicht. Alle Dienste wurden mit einem Schwerpunkt auf Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre eingerichtet.

  • eMail: Jeder Asylsuchende und interessierte Helfer*innen bekommen ein eMail Postfach mit mindestens 1GB Speicherplatz zur Verfügung gestellt.
  • Instant Messaging mit Jabber
  • Blog: Für interessierte Asylsuchende steht eine Blogging-Plattform bereit. Dort können sie über den Alltag in deutschen Asylunterkünften ebenso wie über ihre Lebensgeschichten, Erfahrungsschätze oder sonstigen Interessensbereiche bloggen.

Eine solche zentrale Publikationsplattform kann Asylsuchenden in Deutschland eine Stimme und ein Gesicht geben und aus der Anonymität holen. Es wird damit weniger über sie und mehr von ihnen selbst erzählt und berichtet.

Sie können das Projekt finanziell mit einer Spende unterstüzen:

IBAN: DE58 100205000003355410
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Spende asyl-in.de

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und können Spendenquittungen ausstellen.

 

ENGLISH

Project description:
The main aim of the project is to provide as many collective accommodation centres for asylum seekers in Germany as possible with the infrastructure necessary to access the internet. Unfortunately, issues of liability make it impossible for many of the operators of collective accommodation centres to offer an internet connection. In order to solve this problem, a model was developed in which the operators of collective accommodation centres can provide an internet connection without being directly liable for internet activity on their premises. A standardised setup has been developed which means that the same technological infrastructure can be used in more or less all accommodation centres. This makes it easier both to run and to troubleshoot the infrastructure, and ensures that particular emphasis can be placed on the protection of privacy and the security of the infrastructure in general. The internet is accessed via DSL, cable or similar (whatever is available/technically feasible). Alternatively, a USB stick or SIM card with the necessary data package can be used. 

Digital tools:
As well as accessing the internet, asylum seekers can use various other services, all of which are set up to ensure a high level of data security and privacy.

  • E-mail: asylum seekers and the people that work with them can, if desired, have their own e-mail inbox with at least 1GB of storage.
  • Instant messaging with Jabber: every user has access to an XMPP-based IM system. This allows messages to be exchanged between asylum seekers and/or helpers and supporters, and offers an interface to some existing IM systems.
  • Blog: asylum seekers who so wish can use the blogging platform to write about day-to-day life in German accommodation centres or share their life stories, experiences or other things of interest. A central publication platform of this nature can give asylum seekers in Germany a voice and a face and help them to escape anonymity. They become the authors of their own stories, rather than objects to be reported on.  

 
Responsibilities/skills:
The project aims to place responsibility for the administration of the IT infrastructure in the hands of the asylum seekers themselves, and to help them become skilled in using digital tools. Asylum seekers with an interest in the project are involved in the roll-out of the infrastructure, and in small groups taught how to manage the digital tools. In the short term, this enables them to take charge of the infrastructure themselves, and in the medium to long term improves their employment prospects by allowing them to develop sought-after skills.