Ökologisch-technische Projekte des Vereins
Was ist nun eigentlich "öko" an der Ökovilla? Zugegeben, auf den ersten Blick fällt da nichts ins Auge. Viele der baubiologischen Details verstecken sich in den Fußböden und Wänden des Hauses, und nur Ökohaus-Mitglieder mit Erfahrungen aus Arbeitseinsätzen Mitte der 90-er erinnern sich noch an Korkplatten als Dämmstoff, an Teerstricke als Fugenabdichtung und an Lehmsteine bei den Fachwerk-Reparaturen. Dem einen oder anderen steigt in einschlägigen Fachgeschäften vielleicht hin und wieder der Duft von Leinöl in die Nase und ruft Erinnerungen an stundenlanges Bearbeiten der Holzdielen wach.

Im Vergleich mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten, die an der baufälligen Villa zu leisten waren, sind das Kleinigkeiten. Aber sie zeugen vom Bestreben des Vereins, Anfang der 90-er Jahre Maßstäbe zu setzen, die sich auf andere Bauvorhaben auswirken sollten.
Von größerem Gewicht und gut vorzeigbar sind dem gegenüber die bereits weit über Rostock hinaus bekannte

Komposttoiletten-Anlage - das "Kompost-Klo", die Warmwasserbereitung mittels Solarkollektoren und Gasbrennwertkessel und auch das Grasdach. An sonnigen Tagen erfolgt die Erwärmung des Wassers im Haus für die Waschbecken in den Toiletten und teilweise auch für die Heizung über die Sonnenkollektoren auf dem Dach. Über einen Kreislauf wird es in einen Tank im Keller gepumpt und von dort an die Wasserleitungen abgegeben. An kalten Tagen schaltet sich automatisch ein Gasbrennwertkessel dazu, d
er Erdgas verbrennt, aber auch die Energie von den abgekühlten Abgasen nutzt. Die Vorteile solch einer Anlage sind der hohe Wirkungsgrad, der niedrige Schadstoffausstoß und das Einsparen von Primärenergie.
Die beiden Gründächer der Villa, die von der Rostocker Firma Wassertechnik und Bau GmbH angelegt wurden und auch betreut werden, tragen u.a. zur Verbesserung des Kleinklimas bei.