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Ihr habt die Ökosysteme verwüstet, die Menschen verblödet und erniedrigt, mit dem Resultat, dass sie heute vollkommen angepasst sind. Wie könnt Ihr es nun wagen, diesen Menschen zu sagen, sie sollen zu Hause bleiben, wenn Ihr ihnen weiterhin alles nehmt, was sie benötigen um würdevoll in ihrer Heimat leben zu können? Aminata Traoré Schriftstellerin und ehem. Kulturministerin Malis
Migration ist eine Herausforderung für jede Gesellschaft und verschafft uns in Deutschland den Zugang zu einer Vielfalt wertvoller Ressourcen. Wenn wir diese Chancen der Zuwanderung erschließen wollen, müssen wir die Grundlagen für das Zusammenleben in einem Gemeinwesen schaffen. Ökohaus e.V. engagiert sich seit Jahren für die Integration von jüdischen Emigrant_innen, Spätaussiedler_innen und Flüchtlingen. Wir vertreten die Auffassung, dass hierbei - unabhängig von einer prognostizierten Aufenthaltsdauer - niemand ausgeschlossen werden darf.
Für Ökohaus e.V. bedeutet Integration weder eine Assimilation noch eine Resignation. Vielmehr handelt es sich um einen wechselseitigen Prozess, bei dem die aufnehmende Gesellschaft die Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben schaffen muss. Den Zugewanderten müssen die Chancen für das Einbringen ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen gegeben werden, um von ihnen Integrationsbemühungen sinnvoll einzufordern. Die Anerkennung der Werte des Grundgesetzes sind unabdingbare Forderungen an die Zugewanderten für das Gelingen des anspruchsvollen Projekts Einwanderungsland.
Die Erfahrungen in Rostock zeigen, dass der überwiegende Teil der Migrant_innen in dieser Stadt selbst ein hohes Interesse hat, sich zu bilden, zu arbeiten, teilzunehmen. Wir unterstützen sie darin u.a. durch Beratung und das Angebot von Deutschkursen für asylsuchende und geduldete Flüchtlinge. Darüber hinaus leisten wir Informations-, Bildungs- und Lobbyarbeit in der Öffentlichkeit und bei politischen Mandatsträger_innen. |